Globale Umfrage: Vier von fünf Befragten betrachten den Zugang zum Internet als Menschenrecht
GlobeScan hat im Auftrag des BBC World Service eine weltweite Umfrage durchgeführt, bei der mehr als 27.000 Erwachsene in 26 Ländern befrat wurden. 87% der Befragten äußerten, dass der Zugang zum Internet als fundamentales Menschenrecht eingestuft werden sollte. Besonders in Südkorea, Mexiko und China meinte dies eine überdurchschnittlich große Zahl an Befragten.
Die Mehrzahl der Nutzer sehen einen sehr positiven Wandel durch das Internet in ihrem Leben, insbesondere durch die schnell verfügbaren Informationen, die Integration in soziale Netzwerke und sogar durch empfundene größere Freiheit. Letztere Aussage trafen 78% der Befragten. Dennoch wagt es die Hälfte der Internetnutzer nicht unbedingt, ihre wirkliche Meinung online deutlich zu äußern – dies gilt interessanterweise sogar für Länder mit hoher Internetnutzung wie z.B. Japan, Korea, Frankreich, Deutschland und China. Damit in Einklang steht, dass die Mehrzahl der Befragten regulatorische Eingriffe in das Netz absolut ablehnt.
Die Umfrage ist hier zu finden: http://www.globescan.com/news_archives/bbc2010_internet/
Grundrecht auf Internetzugang
Die für Medienfragen zuständigen Minister der Mitgliedstaaten des Europarates haben sich im Mai dieses Jahres getroffen und die Medienpolitik in Europa diskutiert. In der Abschlusserklärung ihres Treffens stellen sie fest, dass der freie Zugang zu Informationen essentiell für die Ausübung demokratischer Rechte ist und dass eine steigende Anzahl von Mitbürgern sich auf das Internet als Informationsmedium verlässt. Zudem wird die Wichtigkeit des Internet für viele Belange des täglichen Lebens betont und der Zugang zum Internet als Bedingung für die Wahrnehmung der Menschenrechte bezeichnet. Der Bericht kann von der Website des Council of Europe heruntergeladen werden: http://www.coe.int
Europeana – die Europäische Online-Biliothek ist eröffnet
Am 20.11.2008 wurde die Europäische Online-Bibliothek “Europeana” für die Öffentlichkeit im Internet zugänglich gemacht. Allerdings sorgte der heftige Andrang dafür, dass die Server überlastet wurden; momentan ist nur noch eine Hinweisseite erreichbar.
Das Projekt läuft seit 2006 und hat als Ziel, einen umfassenden Einblick in die europäische Kultur anhand von Büchern und anderen kulturellen Artefakten zu geben. Aus rechtlichen (und finanziellen) Gründen können allerdings zumindest momentan wenig aktuelle Werke aufgenommen werden – da steht das Urheberrecht dagegen und eine Lizensierung würde den Kostenrahmen bei weitem sprengen.
Noch ist der “umfassende” Einblick recht einseitig: die Mehrzahl der Dokumente und Artefakte wurde von Frankreich beigesteuert, ein großer Teil auch von anderen europäischen Ländern, allerdings haben andere Länder (darunter leider auch Deutschland) bislang sehr wenig beigesteuert. Es ist zu hoffen, dass diese Länder auch noch aktiv werden.
NASA veröffentlicht Mond-Fotos der Lunar Orbiter
Zwischen 1966 und 1967 schickte die amerikanische Weltraumbehörde NASA fünf unbemannte Sonden, die sogenannten “Lunar Orbiter” zum Mond. Die Sonden umkreisten den Mond und machten sehr viele Aufnahmen der Mondoberfläche, die dann als streifenförmige Segmente zur Erde gefunkt und dort auf Magnetbändern aufgezeichnet wurden. Die zusammengesetzten Streifen wurden von den Planern der Apollo-Missionen genutzt, um geeignete Orte für eine Mondlandung zu finden.
Nachdem die Magnetbänder mehrfach in unterschiedliche Archive verschoben wurden, waren sie fast in Vergessenheit geraten – und mittlerweile gibt es kaum noch Technik, die die alten Magnetbänder auslesen kann. Das NASA-Projekt “Lunar Orbiter Image Recovery Project (LOIRP)” versucht nun, das alte Bildmaterial wiederherzustellen und stellt die Ergebnisse im Internet der Allgemeinheit zur Verfügung.
Das Projekt finden Sie unter der Adresse: http://www.nasa.gov/topics/moonmars/features/LOIRP/index.html
Unternehmen setzen verstärkt auf Web 2.0
Unternehmen nutzen heute immer stärker Web-2.0-Technologien. Blogs, Wikis oder soziale Netzwerke setzen nach einer Studie der BITKOM heute schon etwas mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen ein, viele Firmen wollen diese Technologien auf Grund positiver Erfahrungen künftig weiter ausbauen. Dabei herrscht die Meinung vor, dass Web-2.0-Technologien weiter an Bedeutung gewinnen werden. An der Studie des BITKOM haben über 400 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen teilgenommen.
Blogs und Wikis erhöhen danach die Produktivität der Unternehmen und haben ihren festen Platz in den Arbeitsabläufen gefunden, finden aber durchaus auch im Internet Einsatz zur Unterstützung und damit Bindung von Kunden und Partnern und im Falle von Blogs auch zur Dokumentation von Arbeitsprozessen. Sie lassen sich mit relativ geringem Aufwand einrichten, und da sie sich selbst organisieren, passen sie sich schnell an das jeweilige Unternehmen und danach auch an sich verändernde Anforderungen an.
Die Einrichtung von Web-Communitys in Unternehmen erlaubt es, schnell Experten für besondere Aufgaben und Problemstellungen zu finden und die Zusammenarbeit auch über Abteilungs- und Standortgrenzen hinweg zu verbessern.
Im Rahmen der KnowTech 2008 (www.knowtech.net) werden die Studienergebnisse durch BITKOM ausführlich präsentiert.










